Gewaltprävention


Das Ziel einer gewaltfreien Schule ist nur gemeinsam mit allen an der Grundschule Rethen Beteiligten zu erreichen. Die Grundlage hierfür bildet ein innerschulischer Konsens über die Art und Weise des Umgangs mit Konflikten und Gewaltvorfällen.

Ein Schulvertrag mit Verhaltensregeln trägt zur Klarheit über Werte und Normen bei. Diese Schulordnung wird den Kindern zu Schulbeginn ausgehändigt und von ihnen sowie ihren Eltern unterschrieben. Im Aushang befinden sich zusätzlich die geltenden Pausenregeln.

Auf Klassenebene gehört es zum Selbstverständnis, dass Klassenregeln mit den Kindern erarbeitet, bei Bedarf überarbeitet und angewandt werden. Teilweise geschieht dies mit älteren Kindern auch im Klassenrat. Manchmal ist es nötig zusätzlich klasseninterne Regeln für bestimmte Pausenspiele (z.B. Fußball) zu vereinbaren.

Soziales Lernen und Stärkung der psychosozialen Kompetenzen wie Selbstwahrnehmung, Einfühlungsvermögen, Umgang mit Gefühlen und Stress, Kommunikation, kritisches Denken und Problemlösen sind außerdem Unterrichtsgegenstand in einigen Lernfeldern der Fächer Sachkunde, Religion und Sport.

Die Lehrkräfte der Schule stimmen sich ab und unterrichten sich gegenseitig über auffällig gewordene Schülerinnen und Schüler. Die dadurch verstärkte Beobachtung und Wahrnehmung besonders während der Pausen schafft die Voraussetzung für ein offensives Zugehen auf diese Schülerinnen und Schüler durch die Aufsichten bzw. alle beobachtenden Erwachsenen.

Schülerinnen und Schüler werden dazu ermutigt, sich in Problemlagen ihrer Klassenlehrkraft, jeder anderen Lehrkraft oder der Beratungslehrerin anzuvertrauen. Diese können ein Schlichtungsgespräch oder- verfahren anleiten bzw. führen. Sie sorgen für Entschuldigungs- oder Wiedergutmachungsmaßnahmen zwischen Täter und Opfer und überprüfen deren Einhaltung. Manchmal sind ritualisierte Formen der Konfliktbearbeitung hilfreich.

Die in der Schule Rethen praktizierte zeitnahe Aufarbeitung eines Gewaltgeschehens (physisch oder psychisch, offen oder versteckt) ist nicht nur der Altersstufe der Kinder angemessen, sondern dient zur Aufklärung des Vorfalls, die pädagogische Behandlung wirkt auch langfristig gewaltpräventiv.

Mit den Eltern betroffener Kinder wird das Gespräch gesucht oder sie werden schriftlich über Auffälligkeiten oder ein Fehlverhalten ihrer Kinder informiert und auf ihre erzieherische Verantwortung hingewiesen. Bei kleineren Verstößen reicht eine kurze Darstellung des Sachverhaltes im Mitteilungsheft.

In der Regel teilen die Eltern ihnen bekannt gewordene Fälle, in denen Schülerinnen oder Schüler Opfer von Gewalt werden, der Schule mit.

Die Schulräumlichkeiten können Eltern und deren Kindern für Trainingskurse zur Gewaltprävention zur Verfügung gestellt werden.

Massive und nachhaltige Verletzungen der schulischen Ordnung erfordern es, Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen zu ergreifen.

Wir nennen unseren Ansatz:


R
uhig reden
E
hrlich sein
S
pannungen wahrnehmen und abbauen
P
artner ernst nehmen
E
rwartungen formulieren
K
lären der strittigen Punkte
T
ragfähige Vereinbarungen treffen


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